PflegeDoku Pro Basis · v1.1.0 · Pflege-Software-Ökosystem für Einrichtungen & Dienste
Das vollständige Ökosystem für die Pflege. Quelloffen. Lokal. Ohne Cloud.
Acht zusammenarbeitende Programme decken den gesamten Betrieb einer Pflegeeinrichtung oder eines ambulanten Pflegedienstes ab — von der Dokumentation über Dienstplan, Zeiterfassung und Lohn bis zur Kassenabrechnung. Die Daten bleiben vollständig im Haus.
PflegeDoku Pro Basis ist ein vollständiges, quelloffenes Pflege-Software-Ökosystem für Linux, das komplett lokal läuft — ohne Cloud, ohne Datenabfluss, ohne Herstellerabhängigkeit. Es deckt den gesamten Betrieb einer stationären Einrichtung oder eines Pflegedienstes ab: Pflegedokumentation, Abrechnung, Dienstplan, Zeiterfassung, Lohn und Systemverwaltung. Acht Programme, die zusammenarbeiten, aber jeweils eigenständig sind — entwickelt von einem Pflegepraktiker, nicht im Produkt-Meeting.
Warum es das gibt
Weil Pflegedaten nirgendwo hingehören außer ins eigene Haus
Wir leben in einer Zeit, in der es für die allermeisten vollkommen selbstverständlich ist, die eigenen Daten oder die von anderen überall verfügbar zu haben — ohne groß darüber nachzudenken. Alles wird geteilt und auf die unterschiedlichsten Server verschoben. Cloud-Computing scheint eine unerschütterliche Sache zu sein. Die Anbieter werden schon gut darauf aufpassen … oder?
Wir haben in der Vergangenheit erlebt und werden weiter erleben, dass Angriffe und Ausfälle in der IT treffsicherer und folgenreicher werden. Jeder von uns wird davon früher oder später betroffen sein — mehr oder weniger stark.
Dazu kommt: Anbieter aus den USA und anderen Staaten außerhalb der EU unterliegen Gesetzen, die ihren Behörden den Zugriff auf Daten erlauben — unabhängig davon, wo der Server steht. Ob etabliert oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Wir zahlen Gebühren, und wir zahlen mit unseren Daten gleich mit. Pflege- und Gesundheitsdaten haben dort erst recht nichts verloren.
Und noch etwas ganz Praktisches: Fällt das Internet aus, wird das für cloudbasierte Software sofort zum Problem. Ein Offline-System auf einem Laptop arbeitet bei Stromausfall im Nachbarort, bei einer gekappten Leitung oder beim Ausfall eines Rechenzentrums einfach weiter — weil diese Probleme Sie dann nicht mehr betreffen.
Resilienz ist das Wort, um das es hier geht. Deshalb setze ich auf Offline first und Linux first: eine echte Alternative für die Pflegewelt. Pflege ist eine Sparte, die sich selbst verwalten sollte und unnötige Abhängigkeiten ablegen darf — auch in der IT.
Was ich damit will
Ich will allen eine kostenlose, anpassbare Alternative anbieten. Alles, was ich dafür möchte, ist eine Rückmeldung: wenn etwas nicht funktioniert oder fehlt — aber genauso, wenn etwas gut läuft, und wenn Sie kreative Ideen haben.
Ganz bewusst habe ich mich für die AGPLv3 entschieden. Ich bin kein klassischer Closed-Source-Anbieter. PflegeDoku Pro — in welcher Version auch immer — soll ermächtigen, selbst Verantwortung für die eigene IT zu übernehmen. Open Source lebt vom Mitmachen.
Freie Software auf freiem Linux. Kein Abo, kein Konto, kein fremder Server. Die Zeichnung ist eine eigene Arbeit und steht wie das Programm unter der AGPLv3.
Das Ökosystem · 8 Module
Alles, was der Betrieb braucht — aus einer Hand
Eigenständige Programme mit einer zentralen, lokalen Datenhaltung: Der Kern stellt eine lokale Schnittstelle bereit, die anderen Module docken dünn an.
Tourenplanung, Rückläufer, Fristen, Schlüsselliste und Leistungsnachweise — für ambulante Dienste.
Bewusst nicht dabei
Kein KI-Scoring
Automatische Risiko-Bewertung bleibt draußen — die Basis ist nachweisbar kein Medizinprodukt (MDR).
Die Module im Detail
Was jedes Programm konkret leistet
Der volle Funktionsumfang, wie er im Ökosystem-Realtest auf einem installierten System firsthand geprüft wurde — nüchtern und vollständig, ohne Marketing-Versprechen.
01 — Kern
Pflegedokumentation
das Herzstück · stellt die zentrale Schnittstelle bereit
Das Hauptprogramm, in dem die eigentliche Pflege dokumentiert und die Einrichtung verwaltet wird. Von der Bewohneraufnahme über den kompletten Pflegeprozess bis zur revisionssicheren Qualitäts- und Rechteverwaltung. Es startet im Hintergrund die lokale Schnittstelle, von der die anderen Module ihre Daten beziehen.
Abgrenzung: Der Kern erfasst und zeigt an — er bewertet, scort oder ampelt nicht. Automatische Risiko-Erkennung/Frühwarnung ist bewusst nicht Teil der Basis (Grenze zum Medizinprodukt).
02
Abrechnung (Kostenträger / §105)
SGB XI/V · E-Rechnung · Datenträgeraustausch
Erstellt die Rechnungen an die Pflege- und Krankenkassen und beherrscht den elektronischen Datenaustausch nach §105 SGB XI. Zieht die Bewohner- und Leistungsdaten live aus dem Kern — der Zugang ist der Leitung vorbehalten.
Rechnungsstellung
Leistungsabrechnung SGB XI & SGB V
PDF-Rechnung an Kostenträger & Selbstzahler
E-Rechnung nach EN 16931 (ZUGFeRD 2.1 / XRechnung)
Konnektor-Signatur & KIM-Versand auf Logik-/Schema-Ebene
FHIR-Export der klinischen Daten
E-Mail-Versand ausschließlich verschlüsselt (TLS)
Der Weg zur Kasse — beides vorbereitet
Standard: bequem über einen Abrechnungsdienstleister / ein Abrechnungszentrum — sofort nutzbar
Selbstabrechnung direkt mit den Kassen — technisch komplett vorbereitet (§105-DTA)
Sie lizenzieren nur die ohnehin nötigen Zugänge selbst
Alles vorbereitet — der letzte Schritt liegt bei Ihnen. Ab Werk erzeugt die Abrechnung alle Daten, um bequem über einen Abrechnungsdienstleister zu gehen — der Standardweg, sofort nutzbar. Wer selbst direkt mit den Kassen abrechnen möchte, findet die komplette technische Vorbereitung (§105-DTA, XSD-valider Leistungsnachweis) und lizenziert nur die Zugänge, die jede abrechnende Einrichtung ohnehin braucht: Institutionskennzeichen (IK), §6-/SMC-B-Zertifikat und das Kassen-Prüfverfahren. Ebenso ist die TI/KIM-Anbindung vollständig vorbereitet (Konnektor-Signatur, KIM, FHIR): Wer die — meist ohnehin vorhandene — Telematik-Ausstattung nutzen möchte, kann; zwingend für den Betrieb ist sie nicht. Spielraum nach oben statt Deckel — die Software hält Sie nicht auf, sie wartet startklar.
03
Dienstplan
automatische Planung · Tag & Nacht · PeBeM
Plant den Personaleinsatz — auf Wunsch vollautomatisch, bedarfs- und qualifikationsgerecht. Der Zugang ist der Leitung vorbehalten; die Mitarbeiterliste kommt aus dem Kern.
Automatische Dienstplanung
Bedarfs- & qualifikationsgerecht, je Schicht/Station
Sollbesetzung Tag & Nacht (z. B. Nacht: 1 examinierte + 1 assistierende Kraft)
Fachkraftquote, gesetzliche Ruhezeiten (ArbZG)
Stationstrennung mit Stammpersonal & markiertem stationsübergreifendem Einsatz
PDF-Ausgabe mit Legende, Gültigkeitszeitraum, Unterschrift
04
Lohn & Gehalt (Mitarbeiter-Abrechnung)
Entgelt · DATEV · SEPA
Eine vollständige eigene Entgeltabrechnung — über den Funktionsumfang der meisten Pflege-Suiten hinaus. Übernimmt die Ist-Stunden direkt aus der Zeiterfassung.
Abrechnung
Brutto/Netto, Lohnsteuer nach Steuerklasse, Sozialabgaben
Minutengenauer Zuschlag-Split, Zuordnung per Personalnummer
Zugang der Leitung vorbehalten (Passwort)
05
Zeiterfassung
Stempel-Terminal + Verwaltung · eigenständig
Zwei Programme in einem: ein offenes Stempel-Terminal für den Eingang und eine passwortgeschützte Verwaltung. Läuft eigenständig, ganz ohne Verbindung zum Kern.
Stempel-Terminal
Kommen/Gehen per NFC-Chip oder QR-Code
Kiosk-Betrieb ohne Anmeldung (Karte identifiziert)
Nachtschichten über Mitternacht werden korrekt gezählt
Verwaltung & Lohn-Export
Zeiten einsehen & korrigieren (passwortgeschützt)
Zuschlags-Split mit Feiertagskalender aller 16 Bundesländer
Export in die Lohnabrechnung (Zuordnung per Personalnummer)
06
PDL-Cockpit
Führungs-Übersicht · nur Anzeige · kein Medizinprodukt
Eine reine Übersicht für die Pflegedienstleitung — es zeigt aggregierte Kennzahlen aus dem laufenden Betrieb an, ohne selbst etwas zu erfassen oder zu bewerten.
Was es zeigt
Belegung & freie Betten, Pflegegrad-Verteilung
Offene Dienste & geplante Leistungen
Qualitäts-Indikatoren (reine Zählung, keine Bewertung)
Wirtschaftlichkeit / Deckungsbeitrag
Vorbereitete PDL-Übergabe zum Kopieren
Technik & Abgrenzung
Liest die Daten nur (read-only) aus dem Kern
Aggregierte Kennzahlen, keine Eingabe
Ausdrücklich kein Medizinprodukt
07
Systemassistent
die „Hausmeister-Software“ fürs Ökosystem
Nimmt IT-Laien die Technik ab: Installation, Updates, Datenbank/Netzwerk, Backups und Sicherheit — mit klaren Assistenten und einer eigenen Hilfe-Wissensdatenbank. Der Zugang ist durch ein lokales Admin-Passwort geschützt.
Alles, was ein ambulanter Dienst braucht und eine stationäre Einrichtung nicht: Touren planen, Tourenpläne drucken, Rückläufer kontrollieren, Fristen im Blick behalten, Schlüssel verwalten und die Leistungsnachweise für die Klienten erstellen. Bewusst ohne Handy-App — das Arbeitsmedium ist das Blatt, das mitfährt.
Planen & drucken
Einsatzdaten je Klient: Zeitfenster, Leistungen, Rechtskreis (SGB XI / SGB V)
Touren mit Wochenraster und selbst bestimmter Besuchsreihenfolge
Qualifikations-Hinweis bei Behandlungspflege — warnt sichtbar, sperrt nicht
Tourenplan als DIN-A4-Tagesblatt, mit Notfallkontakten und dem Vermerk, dass er beim Personal bleibt
Ambulanter Leistungsnachweis (Klient × Monat) — leer, gefüllt oder als Monatsstapel für alle Klienten
Ambulante Handzeichenliste zum Aushang
Zurück ins Haus
Rückläuferkontrolle: ein Klick, wenn nichts zu beanstanden ist
Nicht zurückgekommene Blätter bleiben sichtbar und werden hervorgehoben
Fristenkalender für alles, was sonst untergeht — alle Mitarbeitenden sehen alle Aufgaben
Tageserfassung am Büro-Rechner durch die Mitarbeitenden selbst
Schlüsselliste mit Ausgabeprotokoll; Zugangscodes verschlüsselt, nie auf dem Ausdruck
Archiv-Export auf Datenträger, bevor alte Druckvorlagen gelöscht werden
Ausdrücklich nicht
Kein Kartendienst, keine Routenoptimierung, kein Geocoding
Keine GPS-Ortung von Mitarbeitenden — niemand wird überwacht
Keine eigene Handy-App
Keine Änderung am Kernprogramm
Sicherheit & Datenschutz
Sicher von Grund auf — nicht als Nachrüstung
Das Ökosystem folgt einer eigenen, verbindlichen Sicherheits-Linie, angelehnt an die BSI-Prinzipien für digitale Pflegedokumentation (DiPS). Sicherheit ist Auslieferungszustand, nicht Zusatzpaket.
Verschlüsselte Daten
Sensible Daten (Versichertennummern, Adressen, Diagnosen, Zugangs-Passwörter) werden verschlüsselt gespeichert. Anmelde-Passwörter sind stark gehasht (bcrypt) — nie im Klartext.
Standardmäßig nur lokal
Die interne Schnittstelle ist per Voreinstellung nur auf dem Gerät erreichbar und schlüsselgeschützt. Netzbetrieb im Haus läuft ausschließlich transportverschlüsselt (TLS).
Revisionssicher & nachvollziehbar
Änderungen sind lückenlos protokolliert (mit echtem Benutzer), Dokumente über eine Prüfsummen-Kette gesichert. Zugriffs- und Login-Protokolle für die MD-/Datenschutz-Prüfung.
DSGVO-Löschkonzept
Aufbewahrungsfristen und Löschregeln sind eingebaut (Art. 17) — inklusive Fristen-Warnungen, statt Daten unkontrolliert liegen zu lassen.
„Fail-loud“ statt stiller Fehler
Wo Angaben unvollständig oder unplausibel sind, verweigert die Software sichtbar die Verarbeitung, statt still Falsches zu erzeugen — im Realtest an vielen Stellen bestätigt.
Zugang nur für Berechtigte
Jedes verwaltende Modul (Abrechnung, Dienstplan, Lohn, Systemassistent) ist durch eine Anmeldung geschützt — die Leitungsfunktionen sind der Leitung vorbehalten.
Die zweite, gleichwertige Stärke
Echte digitale Souveränität — statt Cloud-Risiko
Neben dem vollen Funktionsumfang steht eine zweite, ebenbürtige Stärke. Cloud ist bei Betrieben beliebt, bei den Datenschutz- und Sicherheitsbehörden aber ausdrücklich umstritten — ein System, das gar keine Cloud braucht, umgeht diesen Konflikt von vornherein.
Datenschutzkonferenz
Microsoft 365 gilt als datenschutzwidrig. Kernproblem: der US CLOUD Act — potenzieller Behördenzugriff auf Daten US-amerikanischer Anbieter.
EU Data Act vs. CLOUD Act
Seit 09/2025 verschärft: Wer einer US-Anordnung folgt, verletzt zugleich EU-Recht. Für Gesundheitsdaten ein grundsätzliches Problem.
§ 393 SGB V · BSI C5:2026
Gesundheits-Cloud nur territorial (DE/EU); die BSI-Anforderungen an souveräne Cloud sind deutlich verschärft — und adressieren erstmals Pflegedoku-Systeme.
„Sovereignty-Washing“
Viele als „souverän“ vermarktete Clouds erfüllen nur Teilaspekte — Datenspeicherung in der EU, aber keine echte technische Unabhängigkeit.
100 % lokal, quelloffen, auf freiem Linux: kein US-Anbieter im Datenpfad, kein CLOUD-Act-Zugriff, kein Sovereignty-Washing. Genau das, was Behörden für sensible Daten fordern — ab Werk.
Ein System, das Ihnen gehört — und genau das ist Resilienz
PflegeDoku Pro ist ein freies Geschenk aus der Praxis — kein Miet-Produkt mit Vertriebsabteilung und Cloud-Fernwartung. Das ist Absicht: Sie mieten keine Abhängigkeit, Sie übernehmen ein System, das Ihnen gehört. Mit dieser Freiheit kommt die Verantwortung fürs eigene Haus — und die ist kein Nachteil, sondern der Kern von Resilienz: Wer sein System selbst betreibt, ist von niemandes Server, Lizenz oder Fortbestand abhängig.
Der Systemassistent nimmt die Technik an die Hand, der offene Quellcode macht jeden Schritt prüfbar, der lokale Betrieb hält alles im Haus. Digitale Souveränität und Resilienz sind hier nichts, was man einkauft — es ist etwas, das man lernt und behält.
Diese Sorgfalt zieht sich durch: von der klaren MDR-Abgrenzung über DSGVO und BSI-Sicherheit bis zum brandneuen EU Cyber Resilience Act, der ab 2026/2027 Widerstandsfähigkeit digitaler Produkte fordert — Anforderungen, die viele am Markt noch nicht einmal kennen. Ein lokal laufendes, quelloffenes, sicher von Grund auf gebautes System ist genau diese Resilienz — von Anfang an mitgedacht statt nachträglich aufgesetzt. Und weil es freie Software aus privater Hand ist, kein kommerzielles Anbieter-Produkt, behalten Sie die volle Hoheit über Ihr eigenes System — mit der Ruhe, dass die Grundlagen stimmen.
Technik & Betrieb
Vom Einzelplatz bis zum Mehrplatz-Haus
Bewusst schlank und wartbar: läuft sofort auf einem Rechner und wächst zum vernetzten Betrieb — komplett im eigenen Haus, ohne Internet.
Linux-nativ
Läuft auf freien, kostenfreien Betriebssystemen — keine Windows-Lizenzkosten, keine erzwungenen Upgrade-Zyklen, lange Lebensdauer auch auf sparsamer Hardware.
Einzelplatz — sofort
Auf einem Rechner läuft alles mit einer eingebauten Datenbank (SQLite) direkt los. Kein Server, keine Einrichtung, keine Internetverbindung nötig.
Mehrplatz im Haus
Mehrere Arbeitsplätze arbeiten über eine gemeinsame, lokale PostgreSQL-Datenbank auf denselben Live-Daten — verschlüsselt im eigenen Netzwerk, nicht über das Internet.
Backups & Updates
Sichere Datensicherung und Wiederherstellung, versionierte Datenbank-Migrationen und geprüfte Updates — der Systemassistent führt Schritt für Schritt durch.
Regulatorisch sauber
Bewusst kein Medizinprodukt — ein Vertrauensargument
Anders als viele Marktprodukte, die automatische Risiko-Bewertung als „Erinnerung“ deklarieren, verzichtet die Basis bewusst auf selbst erzeugte medizinische Bewertungen.
Erfassen & anzeigen — nicht bewerten
Die Basis dokumentiert und zeigt an. Sie berechnet keine Risiko-Scores, setzt keine Ampeln und gibt keine Therapie-Empfehlungen — damit bleibt sie nachweisbar kein Medizinprodukt (MDR).
Qualität als Zählung, nicht als Urteil
Das Qualitätsmanagement zählt und protokolliert dokumentierte Maßnahmen — es bewertet die Pflegequalität nicht selbst. Gesetzliche Qualitäts-Meldungen bleiben rein administrativ.
Die KI-Vision bleibt getrennt
Ein früheres Analyse-/Frühwarn-Modul ist bewusst nicht Teil der Basis. Als echtes Medizinprodukt gehörte es sauber CE-bewertet — ein separates, späteres Thema, kein Teil des freien Basis-Pakets.
Wo das System steht
Funktional auf Augenhöhe — in der Kombination allein
Der Markt ist dominiert von etablierten, proprietären Windows-/Cloud-Suiten — mehrere der Marktführer sind inzwischen in ausländischem Konzernbesitz (ein führender Anbieter wurde 2022 für rund 950 Mio. € an einen US-Konzern verkauft) — dazu ein wachsender Cloud-SaaS-Trend.
Der einzige nennenswerte quelloffene Vorgänger im deutschen Markt ist seit 2019 eingestellt — ausgerechnet wegen regulatorischer Anforderungen (u. a. EU Cyber Resilience Act, Produkthaftung). Das Feld quelloffener Pflegesoftware ist damit faktisch leer.
Daraus folgt die Position: das einzige aktive, vollständige, quelloffene Pflege-Ökosystem für Linux — komplett lokal, mit aktueller SGB-XI-Abrechnung.
Häufig gefragt · ambulante Pflege
Warum es derzeit keine Handy-App gibt
Das Ambulant-Modul ist da — Tourenplanung, Rückläufer, Fristen, Schlüssel und Leistungsnachweise. Was es bewusst nicht gibt, ist eine App fürs Smartphone. Viele erwarten sie, deshalb hier offen die Gründe.
Android lässt sich nicht mehr frei bespielen
Google verlangt künftig auch für Apps, die man an seinem Laden vorbei installiert, eine Entwickler-Verifizierung. Wer eine App verteilen will, muss sich also ausgerechnet bei dem Konzern anmelden und ausweisen, den dieses Projekt bewusst aus dem Datenweg hält. Start ist September 2026 in ersten Ländern, weltweit ab 2027.
Der freie Zugang reicht nicht
Es gibt einen kostenlosen Zugang für Hobby und Lehre — der erlaubt die Verteilung aber nur auf eine begrenzte Zahl von Geräten. Für einen Pflegedienst mit wechselndem Personal ist das nichts.
Zusätzliche Technik kostet kleine Betriebe unverhältnismäßig
Diensthandys, Verträge, Geräteverwaltung, Ersatzgeräte, Reparaturen — und mit jedem Gerät ein weiterer Weg, auf dem etwas schiefgehen kann. Genau die Einrichtungen, für die dieses Projekt gedacht ist, können sich das am wenigsten leisten.
Klientendaten auf Geräten, die das Haus verlassen
Ein Handy mit Anschriften und Pflegedaten kann liegen bleiben, gestohlen werden oder in die falsche Hand geraten. Ein Blatt Papier auch — aber dafür gibt es seit Jahrzehnten eingespielte Regeln, und es funkt nichts nach draußen.
Der Weg stattdessen: Der Tourenplan wird als DIN-A4-Blatt gedruckt und fährt mit. Unterwegs wird von Hand ergänzt, was anders lief — so, wie die ambulante Pflege seit jeher arbeitet. Nach der Tour hakt die Pflegekraft am Büro-Rechner selbst ab, was gelaufen ist; der Regelfall ist ein einziger Klick. Am Monatsende werden die Leistungsnachweise gedruckt.
Das ist unbequemer als eine App — aber es ist sicher, sofort einsatzbereit und kostet nichts extra. Es funktioniert bei Funkloch, leerem Akku und Netzausfall, und es hält die Daten dort, wo sie hingehören.
Kein Nein für immer: Sollte sich die Lage ändern — oder sollte jemand mit eigener Geräteverwaltung den Aufwand bewusst auf sich nehmen wollen —, ist der Weg dorthin offen. Der Quellcode liegt offen, und die Schnittstelle dafür ist im Kernmodul vorhanden. Ein Versprechen ist das ausdrücklich nicht.
Für wen & warum
Von einem Praktiker — für kleine und mittlere Einrichtungen
Für ambulante Dienste, stationäre Einrichtungen und Träger, die volle Datenhoheit wollen — besonders solche mit Datenschutz- oder Compliance-Anspruch (kirchliche/öffentliche Träger, sicherheitsbewusste Betriebe) sowie ausdrücklich kleine und mittlere Einrichtungen, Gründer und Bildungsträger. Nicht die Großkonzerne — die Einrichtungen, die sonst leer ausgehen.
Volle Datenhoheit
Alle Daten bleiben im Haus. Kein Cloud-Anbieter im Datenpfad — und damit kein US-CLOUD-Act-Risiko.
Keine Lizenz-/Cloud-Gebühren
Open Source auf freiem Linux — keine Software-Miete, keine Windows-Lizenzen, lange Lebensdauer.
Prüfbar statt Black Box
Der komplette Quellcode liegt offen (AGPLv3). Datenschutzbeauftragte und IT sehen genau, was passiert.
Keine Anbieter-Abhängigkeit
Kein Lock-in. Die Einrichtung bleibt handlungsfähig — auch wenn ein einzelner Dienstleister ausfällt.
Auf der Linie der BSI-Anforderungen und des politischen Souveränitäts-Trends (Open Source in der Verwaltung).
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Ist PflegeDoku Pro Basis wirklich kostenlos?
Ja. Das gesamte Ökosystem ist kostenlos und quelloffen unter der AGPLv3-Lizenz — keine Lizenzgebühren, kein Abo, kein Cloud-Zwang. Der vollständige Quellcode ist Bestandteil des Downloads.
Läuft die Software wirklich ohne Cloud, komplett lokal?
Ja, zu 100 %. Alle Daten bleiben auf den Rechnern und im Netzwerk der Einrichtung. Es gibt keinen Cloud-Anbieter im Datenpfad und keinen Datenabfluss; für den Betrieb ist keine Internetverbindung nötig.
Welches Betriebssystem wird benötigt?
Ein aktuelles Linux-System. Dadurch entfallen Windows-Lizenzkosten und erzwungene Upgrade-Zyklen; die Software läuft auch auf sparsamer Hardware mit langer Lebensdauer.
Ist PflegeDoku Pro Basis ein Medizinprodukt?
Nein. Die Basis dokumentiert und zeigt an, bewertet oder scort aber nicht — keine automatische Risiko-Bewertung, keine Ampeln. Damit ist sie nachweisbar kein Medizinprodukt im Sinne der MDR.
Kann ich damit mit den Pflege- und Krankenkassen abrechnen (SGB XI/V, § 105)?
Ja, alles ist vorbereitet — auf zwei Wegen: bequem über einen Abrechnungsdienstleister (Standard, sofort nutzbar) oder direkt selbst mit den Kassen (§ 105-Datenaustausch, E-Rechnung nach EN 16931). Für die Selbstabrechnung lizenzieren Sie nur die ohnehin nötigen Zugänge selbst (Institutionskennzeichen, § 6-/SMC-B-Zertifikat, Kassen-Prüfverfahren).
Ist Mehrplatz- bzw. Netzwerkbetrieb möglich?
Ja. Auf einem Rechner läuft alles sofort mit einer eingebauten Datenbank (SQLite). Für mehrere Arbeitsplätze im Haus arbeiten alle über eine gemeinsame, lokale PostgreSQL-Datenbank auf denselben Live-Daten — verschlüsselt im eigenen Netzwerk, nicht über das Internet.
Wie sicher sind die Daten?
Sensible Daten (z. B. Versichertennummern) werden verschlüsselt gespeichert, Passwörter stark gehasht. Schnittstellen sind per Voreinstellung nur lokal erreichbar und schlüsselgeschützt; Netzbetrieb läuft nur transportverschlüsselt (TLS). Änderungen sind revisionssicher protokolliert, ein DSGVO-Löschkonzept ist eingebaut. Die Linie folgt den BSI-Prinzipien für digitale Pflegedokumentation.
Für wen ist die Software gedacht?
Für ambulante Pflegedienste, stationäre Einrichtungen und Träger, die volle Datenhoheit wollen — besonders kleine und mittlere Einrichtungen, datenschutz- und souveränitätsbewusste Betriebe sowie kirchliche und öffentliche Träger.
Gibt es etwas für den ambulanten Bereich?
Ja — das Ambulant-Modul ist fertig und einzeln herunterladbar: Tourenplanung, Rückläuferkontrolle, Fristenkalender, Schlüsselliste, Handzeichenliste und ambulante Leistungsnachweise. Eine Handy-App gibt es bewusst nicht (die Gründe stehen oben).
Wer steckt dahinter und wie bekomme ich Kontakt?
Entwickelt von einem Pflegepraktiker (in den Gesundheitsberufen seit 1999, mit Leitungs- und QM-Erfahrung) als freies, nicht-kommerzielles Projekt. Kontakt per E-Mail: info@pflegedozi.de.
Kostenlos · AGPLv3 · für Linux
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Alles läuft vollständig lokal: ohne Cloud, ohne Konto, ohne laufende Kosten. Wählen Sie den Weg, der auf Sie zutrifft.
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Das komplette Ökosystem
Acht zusammenarbeitende Programme in einem Paket — für einen Rechner (Einzelplatz) oder das lokale Netz (Mehrplatz). Der Systemassistent führt Schritt für Schritt durch Installation und Einrichtung.
Fehlerbehebungen und die neuen Rechtstexte für eine bestehende Installation. Ersetzt nur unveränderte Dateien, legt vorher Sicherungskopien an und schreibt ein Protokoll. Ohne Administratorrechte.
Stand 25.07.2026 · rund 130 KB · hebt den Systemassistenten auf 1.0.3
Ambulanter Dienst
Modul „Ambulant“
Das achte Modul einzeln: Touren, Rückläufer, Fristen, Schlüssel und Leistungsnachweise. Das Update ist enthalten — wer dieses Paket installiert, braucht das mittlere nicht.
Linux · nach dem Download entpacken und bash INSTALLATION.sh ausführen (beim Update bzw. Modul: das jeweils beiliegende Skript) · Quellcode & Lizenz (AGPLv3) in jedem Paket enthalten
Handbücher, Lizenz und rechtliche Hinweise
Alle Begleitpapiere liegen in jedem Paket bei — hier zusätzlich zum Nachlesen, bevor Sie etwas herunterladen: